Hier und Jetzt

  • Walter Kleine scheidet zum Jahresende aus dem Vorstand der Sparkasse Hannover aus

    Hannover, 23. Juli 2014. Walter Kleine, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hannover, hat aus persönlichen Gründen sein Amt im Vorstand der Sparkasse Hannover mit Wirkung zum 31.12.2014 niedergelegt. In einer Sondersitzung hat der Verwaltungsrat heute der  Vertragsauflösung zugestimmt. „Wir bedauern, dass die sehr erfolgreiche Ära von Walter Kleine in der Sparkasse Hannover endet. In fast zehn Jahren hat er das Unternehmen aus einer sehr schwierigen Phase heraus stabilisiert und wieder in die Erfolgsspur zurückgebracht“, würdigte der Verwaltungsratsvorsitzende Oberbürgermeister Stefan Schostok die Verdienste von Walter Kleine. Der stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende, Regionspräsident Hauke Jagau, hob hervor, „dass sich Herr Kleine nicht nur in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender, sondern auch als kompetenter Ratgeber in zahlreichen Gremien von Unternehmen und Institutionen für den Standort Region Hannover  besonders engagiert  hat.“  
    Die Vorstandsaufgaben werden bis auf weiteres durch den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Dr. Heinrich Jagau und die Vorstandsmitglieder Marina Barth und Jens Bratherig übernommen. Kleine, der einen Sonderurlaub antritt, wird seinen Vorstandskollegen bis zum Jahresende beratend zur Verfügung stehen. Über die künftige Zusammensetzung des Vorstandes wird der Verwaltungsrat zu gegebener Zeit beraten. 
    Walter Kleine übernahm  zum 01.11.2004 als Nachfolger der Vorstandsdoppelspitze mit Dr. Harald Quensen und Bernhard Schäfer das Amt des Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Hannover. 






  • "Vorwurf des Meinungskartells ist kompletter Blödsinn"


    DJV weist Wulff-Aussagen zurück:

    Der früher Bundespräsident Christian Wulff behauptet in der aktuellen Ausgabe des "Spiegel", Journalisten hätten ein Meinungskartell gebildet. Weil er einigen Medienschaffenden zu unbequem geworden sei, hätten ihn die Medien zum Rücktritt gezwungen. Die Regularien desDeutschen Presserats sollten deshalb überdacht werden, so Wulff im Interview. Auswüchse ließen sich so im Interesse des Ganzen strenger ahnden.
    Deutschland habe Medien, um die es zu Recht in der ganzen Welt beneidet werde. Aber sie müssten sich immer wieder kritisch fragen, ob sie mit ihrer großen Macht auch verantwortungsvoll und korrekt umgingen. Wulff wörtlich: "Was ich beklage, ist die Verrohung des Diskurses, diese ganze Häme, mit Diffamierung und Denunziationen."

    Harte Kritik am "Spiegel"

    Massiv ging das Exstaatsoberhaupt auch den "Spiegel" an: "Ich halte einige Titelseiten des 'Spiegel' für absolute Entgleisungen, zum Beispiel die mit der Zeile 'In Amt und Würden' - wo dann 'Würde' durchgestrichen war. Ich finde, dafür sollten sich die Verantwortlichen schämen."
    DJV: "Der Pressekodex hat sich bewährt""Der Vorwurf des Meinungskartells ist kompletter Blödsinn", entgegnet der Bundesvorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands Michael Konken am Montag in einer Stellungnahme. Von der ungeklärten Finanzierung seines Eigenheims über Urlaube bei Freunden aus der Wirtschaft bis hin zur möglichen Vorteilsannahme habe damals die Palette der Ungereimtheiten gereicht. Es sei Aufgabe der Medien, ihre Wächterfunktion in der Demokratie wahrzunehmen. Ob sich das Staatsoberhaupt durch anfangs ungeklärte private Kreditgeschäfte möglicherweise in Abhängigkeit begeben habe, sei für die Öffentlichkeit durchaus von Belang gewesen, so Konken-. "Wer daraus im Nachhinein ein Meinungskartell konstruiert, hat die Wirklichkeit aus dem Blick verloren.Selbstkritisch hätten sich die Medien bereits während der Wulff-Affäre mit gelegentlich festzustellenden Übertreibungen auseinandergesetzt. Das sei als Korrektiv ausreichend. Der Pressekodex in seiner bestehenden Form habe sich bewährt,  findet der DJV-Vorsitzende.von Marc Bartl kressreport


  • Menschenhandel und Sexindustrie
    Vom 8. bis 10. August schaltet sich das MISSY-Magazin erneut in die Debatte um die Modifikation des Prostitutionsgesetzes und die Adaption des Schwedischen Modells in Deutschland und Europa ein. Der Schwerpunkt diesmal: Repräsentationen – Bilder, Mythen, Projektionen. Der Rahmen: das Kampnagel Sommerfestival in Hamburg. Missy lädt herzlich ein die Debatte mit Vertreterinnen des Magazins und historischen Figuren der Hurenbewegung zu führen.
    Missy: In der öffentlichen Diskussion ist deutlich geworden, dass Sexarbeit nach wie vor ein weitestgehend unbekanntes Terrain ist: ein Feld des Fremden. Nicht zuletzt aufgrund der wenig verlässlichen Faktenlage, wird die Debatte von Projektionen, Phantasien, Affekten und Mythen dominiert. Verlässliche Informationen zur Sexarbeit gibt es auch deshalb nicht, weil dieses Berufsfeld immer noch stark stigmatisiert ist und Sexarbeiter_innen selbst kaum an der öffentlichen Repräsentation ihres Berufs teilhaben.
    Auf der MISSY-Konferenz möchten wir uns daher genau diesen kulturellen Bildern und gesellschaftlichen Projektionen widmen, die in der Debatte vorherrschend sind. Anstatt einfache Antworten auf das hochkomplexe Thema zu liefern, geht es uns um eine kulturwissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Sexarbeits-Diskursen selbst – wir fragen nach den visuellen und narrativen Repräsentationen von Sexarbeit in der Gesellschaft.
    Bildwissenschaftler_innen, Sexarbeiter_innen, Künstler_innen und Medienmacher_innen reflektieren in Vorträgen, Diskussionen und Performances die tradierten Vorstellungen und symbolischen Aufladungen in Medien, Kunst und Popkultur: Welche Bilder, Mythen und Diskurse zirkulieren? Wie tragen diese zur Produktion gesellschaftlicher Realität bei? Und was erzählt das Bild, das sich die Gesellschaft von Sexarbeit macht, über ihr Verhältnis zur Frauenarbeit, Sexualität und Sexualmoral, Gender, Migration und Armut?
    Eingeladen sind international bekannte Sexarbeiterinnen und Künstlerinnen, wie die legendäre Mutter des Post-Porn, Annie Sprinkle oder die Drehbuchautorin des Skandalfilms “Baise Moi”, Coralie Trinh Thi; historische Figuren der Sexarbeiter_innen-Bewegung wie die Erfinderin des Begriffs “Sexarbeit” Carol Leigh AKA Scarlot Harlot oder die Autorin des Klassikers der 80er “Huren-Stigma”, Gail Pheterson; Expertinnen und Wissenschaftlerinnen wie die Migrationsforscherin und Professorin der Goethe Universität Nikita Dhawan, die Anthropologin Laura María Agustín oder die Autorin der “Kulturgeschichte der Vulva” Mithu S. Sanyal, sowie Vertrer_innen von Sexarbeiter_innen-Organisationen in Deutschland und Österreich, u.a.
    KONZEPTION: Margarita Tsomou, Eike Wittrock. Die Konferenz ist eine Zusammenarbeit des Missy Magazines mit dem Internationalen Sommerfestival Hamburg (Kampnagel) und der Körber-Stiftung.

    In Englischer Sprache.


    [Fr] 08.08.

    18:00 ERÖFFNUNG und BOSOM BALLET (Annie Sprinkle) /// p1
    Nach einer kurzen Eröffnung der beiden Konferenz-Gastgeber Margarita Tsomou (Kulturwissenschaftlerin/Missy Magazine) und Eike Wittrock (Theaterwissenschaftler/Internationales Sommerfestival) zeigt Annie Sprinkle zur festlichen Eröffnung der Konferenz das BOSOM BALLET (Brüste-Ballett) – eine ihrer legendären Performances.
    18:15 IMAGE_WHORE_IMAGE. THE POLITICS OF LOOKING AND LOOKING BACK Vortrag von Antke Engel (D) /// p1
    Antke Engel, Leiterin des Instituts für Queer Theory (Hamburg/Berlin), eröffnet die Konferenz mit einem Vortrag zu künstlerischen Bildern von Sexarbeit und betrachtet die Politik der Repräsentation im Spannungsfeld von Fremd- und Selbstbild. Engel ist freie Wissenschaftlerin im Bereich feministischer und queerer Theorie und hat seit den 1990ern maßgeblich das Feld queerer Geschlechter- und Sexualitätenforschung im deutschsprachigen Kontext wie auch auf internationaler Ebene geprägt.
    19:30 BAISE MOI  Gespräch mit Filmausschnitten, Coralie Trinh Thi, Drehbuchautorin, und Stefanie Lohaus, Missy Magazine Herausgeberin /// p1
    BAISE MOI (Fick Mich!) schockte 2000 das Kinopublikum mit einer schonungslosen Darstellung von Sexualität und Gewalt, formuliert aus weiblicher Perspektive und vor dem Hintergrund ‚realer’ Erfahrungen mit Sexarbeit. Coralie Trinh Thi, Drehbuchautorin des Films, wird gemeinsam mit Missy Magazin-Herausgeberin Stefanie Lohaus Ausschnitte aus dieser kontroversen filmischen Darstellung von Sexarbeiterinnen kommentieren und diskutieren.
    22:00 MACHO DANCER (S. 12) Performance von Eisa Jocson (PHL/B) /// p1
    Für ihr Solo MACHO DANCER hat sich die bildende Künstlerin und Choreografin Eisa Jocson eine Form des erotischen Tanzens, die vornehmlich in philippinischen Schwulenbars praktiziert wird, angeeignet. Zu Powerballaden und Soft Rock bewegen sich junge Männer in einer hyperstilisierten Form von Männlichkeit, lassen langsam ihre Hüften kreisen und präsentieren ihre Muskeln. In der Übertragung auf ihren (weiblichen) Körper verschwimmen dabei Geschlechterbilder, und die Mechanik dieser ökonomischen Körper-Performance wird sichtbar.
    [Sa] 09.08.

    11:00 PROSTITUTION PRISM REFLECTIONS: FROM FACT TO FANTASY Vortrag von Gail Pheterson (F) /// p1
    Gail Pheterson hat mit ihrem Buch „Huren-Stigma“, das im Original bereits 1986 erschien und das als internationales Standardwerk gilt, einen wesentlichen Beitrag zur feministischen Debatte um Sexarbeiterinnen geleistet. Die Autoren des Klassikers zum Stigma ist seitdem für ihre Publikationen zu Prostitution international bekannt – sie ist “associate professor” an der University of Picardie, Amiens, France und Forscherin bei Paris Center for Sociological and Political Research (CRESPPA), University of Paris/CNRS, Gründerin des International Committee for Prostitutes’ Rights (ICPR) und wird über die Thesen ihres letzten Buches Le prisme de la prostitution (Paris, L’Harmattan, 2001) vortragen.
    12:00 BREAD AND ROSES: RETHINKING SEXUAL AND ECONOMIC JUSTICE Vortrag von Nikita Dhawan und María do Mar Castro Varela, anschließend Gespräch mit Luzenir Caixeta, maiz (AUT) /// p1
    Nikita Dhawan ist Juniorprofessorin für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Gender/Postkoloniale Studien an der Goethe Universität Hamburg, im Rahmen des Exzellenzclusters “Die Herausbildung normativer Ordnungen”. Maria do Mar Castro Varela ist Professorin an der Alice Salomon Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Berlin. Sie beide gehören zu den innovativsten Denkerinnen der intersektionellen Verschränkung von Migration und Feminismus im deutschsprachigen Raum. Zusammen werden sie über die Frage der Repräsentation migrantischer Sexarbeit referieren. Anschließend findet ein Gespräch mit Dr. Luzenir Caixeta, Mitbegründerin und Koordinatorin des Forschungsbereichs von maiz (Autonomes Zentrum von und für Migrantinnen, Österreich) statt, das für seine Arbeit mit migrantischen Sexarbeiterinnen über Österreich hinaus relevant ist.
    14:30 DISQUALIFIED: WHY SEX WORKERS SUFFER SOCIAL DEATH Vortrag von Laura María Agustín, anschließend Gespräch mit Camille Barbagallo (GB) /// p1
    Laura María Agustín ist Soziologin, arbeitet zu undokumentierter Migration, Menschenhandel und der Sexindustrie und hat mit ihrem einflußreichen Buch “Sex at the Margins: Migration, Labour Markets and the Rescue Industry ” (Zed Books 2007) neue Thesen zur Rolle von NGOs und Hilfsorganisationen in der Sexarbeit in die internationale Debatte gebracht. Nach ihrem Vortrag wird sie mit
    Camille Barbagallo, Forscherin an der Goldsmiths Universität London, diskutieren warum die Stimme bzw. die Versuche von Selbstrepräsentation seitens der Sexarbeiter_innen in der Öffentlichkeit entweder nicht gehört oder disqualifiziert werden.
    16:00 ZOOM IN: PROSTITUTION/POLITICS HAMBURG Gespräch mit Ulrike Lembke (HH), Undine de Rivière (HH) und Gerhard Schlagheck (HH) /// p1
    Das Panel wird sich mit der konkreten Situation in Hamburg – der “Stadt der Huren” – beschäftigen sowie die Debatte um das deutsche Prostitutionsgesetz aufnehmen. Ulrike Lembke ist Juniorprofessorin für Öffentliches Recht und Legal Gender Studies an der Rechtswissenschaft der Universität Hamburg – sie soll unter anderem auch der Frage nachgehen wie geltendes Recht gesellschaftliche Verhältnisse widerspiegelt, d.h. warum etwas als rechtmäßig gilt oder nicht. Undine de Rivière ist Sexarbeiterin in Hamburg, Sprecherin des Berufsverbandes für erotische und sexuelle Dienstleistungen und wegweisendes Mitglied des “Ratschlags Prostitution Hamburg”. Gerhard Schlagheck leitet das “Basis-Projekt”, die einzige Anlaufstelle für männliche Stricher in Hamburg. Sie beide sollen konkret über ihre Auseinandersetzungen mit der rechtlichen Situation in Hamburg sprechen.
    18:00 WATCH ME WORK Performance von Liad Hussein Kantorowicz /// k4
mit Maria Mitsopoulou und Idan Sagiv Richter
    Liad Hussein Kantoworicz ist Performerin (UDK Masterstudiengang SODA), Sexarbeiterin, Autorin, Queer-Aktivistin und Gründerin der ersten Gewerkschaft für Sexarbeiterinnen im Mittleren Osten. Darüber hinaus arbeitet sie für eine israelische Erotik-Chat-Webseite, bei der die Kunden für intime Gespräche und persönliche Live-Performances pro Minute zahlen.
In der Performance WATCH ME WORK ermöglicht sie einen Echtzeit-Einblick in diese Cyber-Sexarbeit und lässt sich aus verschiedenen Perspektiven bei ihrer gleichsam intimen wie höchst theatralen Performance beobachten.
    20:30 MY LIFE AS A METAMORPHOSEXUAL SEX WORKER. ALWAYS RECREATING MY SEX WORKER SELF Performance von Annie Sprinkle (USA), mit Beth Stephens und Gästen /// p1
    Die legendäre Pornodarstellerin, Künstlerin und Sexarbeitsaktivistin der ersten Stunde, Annie Sprinkle, kehrt für eine ihrer Lecture Performances nach Hamburg zurück. Sprinkle ist eine der bekanntesten Vertreterinnen des sexpositivem Feminismus und eine Ikone der sexuellen Aufklärung in den USA und darüber hinaus. Sie hat Sexualität praktisch und theoretisch erforscht, vom Heiligen bis zum Profanen. Ihre Arbeit an der gemeinsamen Emanzipation von Frauen und Sexarbeiterinnen ist international wie historisch von großer Relevanz. Ihre Performance “Post Porn Modernist” tourte durch mehr als 19 Länder und wurde zu einer wichtigen Intervention im Sex-War innerhalb der feministiscen Bewegung der 80er Jahre in den USA:
Auf dem Sommerfestival wird sie anhand von Videos, Fotografien, Mini-Performances und einem Ritual der heiligen Eco-Hure aus ihrem ereignisreichen Leben und von ihren politischen Aktivitäten berichten, die sich derzeit auf Liebe, Beziehung, Brustkrebs, Altern und den Schnittpunkt von Ökologie und Sexualität – Sexecology – konzentrieren.

    [So] 10.08.
    12:00 COLLATERAL DAMAGE-PREVIEW Mithu Sanyal im Gespräch mit Carol Leigh AKA Scarlot Harlot
    Carol Leigh AKA Scarlot Harlot ist nicht nur, weil sie den Begriff Sexarbeit erfunden hat, eine der international wichtigsten Figuren der Sexarbeiter_innen Bewegung. Sie gilt als einer der “Muttern” der Sexarbeiter_innen-Bewegung, sie ist Autorin, Sexeducator, Produzentin, Filmemacherin, hat mehrere Veröffentlichungen, mehrere Festivals gegründet und leitet nun das San Francisco Sex Worker Film and Video Festival.Während der Konferenz werden durchgehend Auszüge als Preview ihres neues Dokumentarfilms COLLATERAL DAMAGE: SEX WORKERS AND THE ANTI-TRAFFICKING CAMPAIGNS als Installation gezeigt.
Über die Arbeit an dem Film spricht sie mit Mithu Sanyal, der preisgekrönten Journalistin und Autorin des mehrfach übersetzten Buchs über die Kulturgeschichte des weiblichen Genitals “Vulva – Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts” (Wagenbach Verlag, 2013).
    12:30 SELFREPRESENTATION: SEX WORK AND ART WORK Abschlussdiskussion mit Liad Hussein Kantorowicz, Coralie Trinh Thi, Eisa Jocson, Annie Sprinkle und Carol Leigh AKA Scarlot Harlot //// p1
    Das Abschlusspanel der Konferenz bringt die Medienmacherinnen und Künstlerinnen der Konferenz zusammen, um über die eigenen Strategien von Selbstrepräsentation im Spannungsfeld zwischen Selbst-und Fremdbild zu reflektieren
    www.missy-magazine.de




  • Hoffentlich unterirdisch, kann ich da nur sagen (ip)
    Information und Diskussion über das Projekt SuedLink im Regionshaus

    Hannover/Burgwedel/Isernhagen/Laatzen/Lehrte/Pattensen/Sehnde/Wedemark – Es ist Deutschlands größtes Netzausbau-Projekt: Ab 2022 soll über die SuedLink-Trasse Windstrom aus dem Norden in den Süden Deutschlands transportiert werden – ein wichtiger Beitrag zur „Energiewende“. Es ist geplant, die Höchstspannungsleitung auch durch die Region Hannover zu führen. 
    Über diesen sogenannten „Vorzugskorridor Mitte/West“ wird schon vor Beginn des eigentlichen Planungs- und Genehmigungsverfahrens heftig debattiert. Die Region Hannover greift das Thema auf: In der Reihe „Region im Dialog“ informieren und diskutieren  am Samstag, 26.  Juli 2014, ab 10 Uhr, im Haus der Region Hannover,
    Hildesheimer Straße 18, 30169 Hannover Vertreter der für die Leitung des Verfahrens zuständigen Bundesnetzagentur und des Vorhabenträgers TenneT mit Politikerinnen und Politikern der betroffenen Städten und Gemeinden. Eingeladen sind auch Verbände, Initiativen sowie alle interessierte Bürgerinnen und Bürgern, die sich über das Planungsverfahren austauschen wollen. 
    Die öffentliche Veranstaltung beginnt um 10 Uhr mit einem „Infomarkt“ zum Projekt und Trassenkorridor SuedLink. Nach der offiziellen Begrüßung der Gäste durch Regionspräsident Hauke Jagau um 11 Uhr folgen einführende Vorträge von Peter Franke, Vizepräsident der Bundesnetzagentur, von Thomas Wagner, Referent für Bürgerbeteiligung SuedLink der TenneT TSO GmbH, und von Siegfried de Witt, DE WITT Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Berlin. Die anschließende Diskussion zwischen Podium und Plenum wird moderiert von Karolin Thieleking, KoRiS, Kommunikative Stadt- und Regionalentwicklung GbR, Hannover. 


  • Erster LED-Tauschtag der Plus-Sparer

    PRESSEMITTEILUNG

    Zum ersten LED-Tauschtag lädt die Initiative Die Plus-Sparer am Samstag, 26. Juli, auf den Platz der Weltausstellung in Hannovers City ein. Von 11 bis 18 Uhr können Interessierte dort eine alte Glühbirne gegen eine neue, energieeffiziente LED eintauschen – und das völlig kostenlos. Außerdem beantworten Energieberater alle Fragen zum Thema Energiesparen und es werden weitere Mitmach-Aktionen angeboten.

    Die Plus-Sparer sind eine Initiative vom enercity-Fonds proKlima, der Klimaschutzagentur Region Hannover und der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Angeboten werden kostenlose und produktneutrale Beratungen zu energiesparenden Elektro-Geräten und Beleuchtung. Wer gerade vor einem Neukauf steht, kann sich von den Experten Tipps geben lassen. Die Berater sind montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und donnerstags bis 20 Uhr erreichbar unter 0511 22002245 oder per Chat auf www.die-plus-sparer.de.


  • Bestrickend – die „Sonnenallee“ auf dem Friedhof Engesohde


    Hannover – Ein „magischer Tunnel“ ist auf dem Engesohder Friedhof entstanden. Für ihre Installation Sonnenallee hat die Street-Art-Künstlerin Mancha Friedrich die Baumreihen in bunte Strickmanschetten gehüllt. Durch die Verwendung des Farbverlaufs Orange zu Weiß, ist so ein sich öffnender Tunnel entstanden, der sich im Auge des Betrachters auf der anderen Seite wieder schließt. Im Wandel der Jahreszeiten rückt die Installation die Friedhofsallee in ein ganz neues Licht und eröffnet Perspektiven auf den alten Baumbestand. Am Freitag, 25. Juli 2014, 17 Uhr, kann das wollene Werk erstmals besichtigt werden. 
    Mansha Friedrich wurde in Berlin geboren und kam über Rap, Graffiti und Street Art zum sogenannten „Yarn-Bombing" (Strick-Graffiti) - auch weil sie schon seit ihrer frühesten Jugend das Stricken und Häkeln liebt. Mit ihrer Teilverhüllung der Kröpcke-Uhr schaffte sie es 2011 sogar auf die Titelseite der „Chicago Tribune“. 
    Der 22 Hektar große Stadtfriedhof Engesohde umfasst circa 18.000 Gräber und wurde 1864 eröffnet; die Kapelle wurde 1912 eingeweiht. Besonders eindrucksvoll sind die Mausoleen und die großen, plastisch gestalteten Grabdenkmäler. 1996 wurde der historische Urnenhain wieder in Betrieb genommen. 
    Kunstinstallation „Sonnenallee“Termin: bis Ende Dezember 2014 
    Öffnungszeiten: tgl. 08.00 bis 20.00 Uhr


  • Das „Sommer-Job-Einmaleins“ – Sonnenschutz und Durstlöschen

    IG BAU: „Wasser-Flatrate“ für die Baustellen in der Region Hannover


    Non-Stop-Sonnenschutz für die heißesten Sommer-Jobs: Bauarbeiter und Gärtner in der Region Hannover sollen sich bei Arbeiten in praller Sonne schützen. Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Niedersachsen-Mitte warnt davor, das UV-Risiko auf die leichte Schulter zu nehmen. „Auch wenn der Sommer in die zweite Halbzeit geht, gehört Sonnenmilch mit hohem Lichtschutzfaktor griffbereit in jede Arbeitshose“, sagt Hinrich Witte.

    Der IG BAU-Bezirkschef warnt vor der Gefahr von Hautkrebs. Ganz wesentlich dabei sei die Gesamtdosis an Sonnenstunden, denen ein Mensch im Laufe seines Lebens ausgesetzt sei. Neben der Sonnencreme sollten Bauarbeiter und Gärtner auch auf eine Sonnenbrille mit UV-Schutz achten. Ebenso auf eine vernünftige Kopfbedeckung und eine Kleidung, die möglichst viel vom Körper bedecke. „Auch schattige Plätze für die Pausen sind wichtig. Hier kann es schon helfen, ein Sonnensegel zu spannen“, so Witte. 
    Hier seien auch die Arbeitgeber in der Region Hannover gefragt. Sie sollte die Hitze nicht kalt lassen. Generell verpflichte sie das Arbeitsschutzgesetz, mögliche Gefahren für ihre Beschäftigten zu ermitteln und geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Das gelte natürlich auch für Arbeiten im Freien, wo Hitze und Sonnenstrahlen Gefahrenquellen sein können. Denn Sonnenschutz gehöre zum festen „Sommerprogramm beim Arbeitsschutz“. 
    „Auch das Durstlöschen ist Sache des Chefs. Gerade bei Sommertemperaturen ist eine ‚Getränke-Flatrate’ ein Muss – Mineralwasser oder kalte Tees gehören zur Arbeit unter freiem Himmel auf Baustellen und beim Straßenbau sowie in Garten-, Sport- und Parkanlagen einfach dazu“, macht der Vorsitzende der IG BAU Niedersachsen-Mitte deutlich. Als Faustregel gelte alle 15 bis 20 Minuten ein volles Wasserglas. „Trinken sollte man auch, wenn man an heißen Tagen keinen Durst hat. „Ständiger Flüssigkeitsnachschub ist wichtig. Wer schwer schuftet, schwitzt. Und wer dabei zu wenig trinkt, riskiert eine Menge: Kopfschmerzen, Konzentrationsverlust, Benommenheit, Übelkeit ...“, so Hinrich Witte. Gerade bei harter körperlicher Arbeit könne Wassermangel schnell zum Hitzschlag führen. Grundsätzlich sollten schwere Arbeiten ohnehin möglichst in die Morgenstunden verlegt werden, rät die IG BAU.


  • Masala und das Wasser
    Zum 19. Mal begibt sich das MASALA Weltbeat Festival auf eine musikalische Weltreise in Hannover und der Region. Bis 27. Juli werden über 100 Künstlerinnen und Künstler aus 20 Ländern für Konzerte, musikalische Projekte und Theater sowie das Kinderprogramm nach Hannover anreisen. Eine Lesung, ein Film und Ausstellungen beleuchten den weltweiten Kampf ums Wasser von verschiedenen Seiten – unser diesjähriges Festivalthema.www.masala-festival.de


  • Im September
    10. Morgenland Festival Osnabrück: Programm jetzt online

    Ab sofort steht das Programm zum 10. Morgenland Festival Osnabrück im Internet unter www.morgenland-festival.com zur Verfügung. Auch Tickets für die Konzerte können darüber gebucht werden.
    Das Jubiläumsprogramm präsentiert Djivan Gasparyan, Aynur, Alim Qasimov, Dhafer Youssef, die NDR Bigband, einen Vortrag von Jörg Armbruster und viele weitere hochkarätige Veranstaltungen.

    Die Schirmherrschaft zum Jubiläumsfestival hat Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier übernommen.


  • Ausstellungseröffnung: „Paravent – Beobachtungen einer Wartenden“ VGH galerie zeigt neue Werke von Lotte Lindner und Till Steinbrenner
    Vom 22. Juli bis 31. Oktober 2014 präsentiert die VGH die Ausstellung „Paravent – Beobachtungen einer Wartenden“ von Lotte Lindner und Till Steinbrenner. Lindner und Steinbrenner lassen sich nicht auf ein Medium festlegen. Die Künstler arbeiten oft vor Ort, wo sie vorhandene Materialien, Gegenstände und Gegebenheiten der Architektur auf ihre Bedeutung hin untersuchen. Mit ihren Arbeiten schaffen sie dann Situationen, in denen die Betrachter zu Beteiligten werden, welche die Arbeit mit ihrer Anwesenheit aktivieren. Auf diese Weise versuchen sie den Abstand zwischen Werk und Betrachter zu verringern. Lassen Sie sich also überraschen, was die beiden Künstler in der VGH galerie kreieren werden.


  • 18.-20.7.+27.7.,1-3.8. Helmkehof, Helmkestr.5A Beginn 20 Uhr

    "Was sollen sie schon von unsereins denken: Geboren, Flecke aufs Sofa gemacht, gestorben."

    www.moatheater.de

    Kritische Masse

    Oliver Bukowski

    „Technische Ursache“ prangt vor dem Arbeitsamt. Die Menschen stehen vor verschlossenen Türen. Was zunächst der Anlass dafür ist, ausgelassen zu feiern, entwickelt sich schnell zum Sprengsatz. Denn was passiert mit einer Gruppe von Menschen, die nicht nur von der Behörde ausgesperrt werden, sondern sich gesellschaftlich ausgeschlossen fühlen? Und je länger das Warten dauert desto brisanter wird der Versuchsaufbau: Können sich abgehängte Figuren überhaupt Gehör verschaffen? Und wenn ja, wie? Durch Proteste? Durch Aktionskunst? Oder hilft am Ende nur die öffentliche Selbstverbrennung? Dabei sind es nicht unbedingt die klassischen „Hartzer“, die über Scripted-Reality-Formate zu traurigen Ikonen unserer Gegenwartskultur geworden sind, die Oliver Bukowski zu Helden seines Stückes macht. Hier findet sich auch der Akademiker am Grill ein, genauso wie die verhinderte Schriftstellerin oder die Frau um die Fünfzig mit einem Hang zu Prada. Das moa theater stellt dabei die liebenswerten Eigenschaften der Figuren in den Vordergrund. Mal beißend komisch, mal unfassbar tragisch – ohne sie aber zu verraten oder der Lächerlichkeit preiszugeben.




  • Der Tag, an dem mein Bruder nicht nach Hause kam
    www.theaterwerkstatt-hannover.de: als wir im Frühjahr 2013 von unserer Tournee durch Israel/Palästina zurück kamen, hatten wir einen Entschluss gefasst: Gerade weil die Situation für Außenstehende so kompliziert und verworren ist, wollten wir als Theaterschaffende etwas zum Verständnis beitragen.
    Morgen haben wir Premiere.
    Wir erzählen die exemplarische Geschichte von drei Geschwistern, die sich daran erinnern, wie ihr jüngster Bruder zu Tode gekommen ist.
    Der Autor Roel Adam hat vor über zehn Jahren in der Westbank und im Gazastreifen mit vielen Kindern gesprochen und danach sein Stück geschrieben.
    Jetzt fliegen wieder die Raketen auf der einen Seite und die Bomben auf der anderen...
    Morgen haben wir Premiere,und die Ereignisse haben uns eingeholt.
    ... ein wichtiges Stück, das sensibel und allgemeingültig die Situation von Kindern im Krieg schildert.

    Es gibt noch Karten an der Abendkasse, Premiere 11. Juli um 19h


    von Roel Adam, aus dem Niederländischen von Eva Pieper, Rechte beim Verlag der Autoren

    Mit: Elke Cybulski, Matthias Alber, Dominik Bliefert
    Regie: Sabine Trötschel, Musik: Heino Sellhorn, Ausstattung: Klemens Kühn
    Drei Spieler lassen ‚ihren’ Lieblingsbruder lebendig werden und natürlich sind ihre Erinnerungen unterschiedlich. So tauchen die verschiedenen Eigenschaften von ihm wieder auf und eins wird ganz deutlich: sein sprudelnder Lebenswille und seine liebenswerte Art; obwohl er auch eine echte Nervensäge sein konnte! Ein Mensch eben, der zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort war.
    Eine Atmosphäre, die zwischen Realität und Erinnerung changiert. Ein als ob, hier und jetzt; stark unterstützt durch eigens komponierte Musik. Die Bühne kreiert einen Ort aus dem keiner der Spieler herauskommt. Genauso wie sie ihre Erinnerung nicht abstreifen können. Ein Sinnbild für das Geschehene.
    Diese Produktion entsteht im Zusammenhang der Kooperationsvorbereitungen mit dem Al Saraya Theater/ arab-hebrew-theatre, Jaffa
    Theater im Pavillon - eine Kooperation mit dem Pavillon, die nächsten Vorstellungen :
    ************Fr / 25.7.**21h ***La Rupture**Ensemble Atelier Deakoum, Elfenbeinküste********Di 2./ Mi 3./ Do 4.9.**19 :30h ***Msonkhano.de/Begegnungen.mw ** Fräulein Wunder AG (Hannover) & Solomonic Peacocks Theatre (Blantyre)